Szenenausschnitt aus der Produktion Parsifal
Oper

Parsifal

Richard Wagner

Nur ein „reiner Tor“ soll laut einer Prophezeiung in der Lage sein, die Gralsgemeinschaft zu erneuern. Sollte dieser Retter Parsifal sein …?

Bühnenweihfestspiel in drei Aufzügen
Libretto vom Komponisten

In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Premiere
22. März 2026

Termine & Besetzungen

22
So
März 2026
16 Uhr
Premiere
Verkaufsstart am 8. April 2025 um 10 Uhr
Dauer
16 – 21.10 Uhr
Ort
Semperoper Dresden
Werkeinführung (kostenlos)
45 Minuten vor Beginn der Vorstellung im Opernkeller

Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Semperoper – Förderstiftung

25
Mi
März 2026
17 Uhr
Verkaufsstart am 8. April 2025 um 10 Uhr
Dauer
17 – 22.10 Uhr
Ort
Semperoper Dresden
Werkeinführung (kostenlos)
45 Minuten vor Beginn der Vorstellung im Opernkeller
Nachgespräch
Nachgespräch im Anschluss an die Vorstellung (kostenfrei).

Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Semperoper – Förderstiftung

31
Di
März 2026
17 Uhr
Verkaufsstart am 8. April 2025 um 10 Uhr
Dauer
17 – 22.10 Uhr
Ort
Semperoper Dresden
Werkeinführung (kostenlos)
45 Minuten vor Beginn der Vorstellung im Opernkeller

Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Semperoper – Förderstiftung

03
Fr
April 2026
16 Uhr
Verkaufsstart am 8. April 2025 um 10 Uhr
Dauer
16 – 21.10 Uhr
Ort
Semperoper Dresden
Werkeinführung (kostenlos)
45 Minuten vor Beginn der Vorstellung im Opernkeller

Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Semperoper – Förderstiftung

06
Mo
April 2026
16 Uhr
Verkaufsstart am 8. April 2025 um 10 Uhr
Dauer
16 – 21.10 Uhr
Ort
Semperoper Dresden
Werkeinführung (kostenlos)
45 Minuten vor Beginn der Vorstellung im Opernkeller

Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Semperoper – Förderstiftung

Außerdem

Kurz gefasst

Ob Richard Wagner, als er sich beim Fliegenden Holländer erstmals der Erlösung zuwandte, schon wusste, dass er damit sein künstlerisches Lebensthema finden würde? In seinem letzten Werk Parsifal, uraufgeführt 1882 in Bayreuth, wartet nicht nur ein einzelner Mensch, sondern die gesamte Gesellschaft auf einen Erlöser – getragen von der Hoffnung, eines Tages auf den Einen zu treffen, dem diese Aufgabe zufällt. Parsifal vermag dies erst dann, wenn er „durch Mitleid wissend“ geworden ist. Ein Prozess, der viele Jahre, vielleicht ein ganzes Leben andauert. Doch es gibt Kräfte, die ihn auf seinem Weg zu hindern versuchen. Wird Parsifal bereit sein, sich in den Dienst der Gemeinschaft zu stellen? Das Bühnenweihfestspiel Parsifal überwältigt bis heute. Ob auch die Kunst zu Erlösung beitragen kann?

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Floris Visser, der u.a. in Amsterdam und Zürich inszeniert hat, führt erstmals Regie an der Semperoper. Für den Chefdirigenten der Sächsischen Staatskapelle Dresden, Daniele Gatti, der Wagners Weltabschiedswerk u.a. an der Metropolitan Opera in New York und bei den Bayreuther Festspielen dirigiert hat, ist es der erste Parsifal an der einstigen Wirkungsstätte Richard Wagners.

Handlung

Erster Aufzug

Auf einer Waldlichtung vor der Gralsburg bereiten der Ritter Gurnemanz und einige Knappen in einem See das Bad für den kranken Gralskönig Amfortas vor. Als eine geheimnisvolle Frau namens Kundry Balsam für die Wunden des Königs bringt, erklärt Gurnemanz den Knappen, was es mit den Verletzungen auf sich hat: Amfortas’ Vater Titurel wurde vor vielen Jahren von einer überirdischen Macht mit der Bewahrung zweier Reliquien – des heiligen Grals und des heiligen Speers – beauftragt. Um sie zu beschützen, errichtete er die Gralsburg. Zu den dort versammelten Gralsrittern gehörte auch Klingsor, der das Gelübde der Keuschheit nicht erfüllen konnte. Als er sich in einem verzweifelten Versuch, dem gerecht zu werden, selbst kastrierte, wurde er von den anderen Rittern verstoßen. Daraufhin gründete er in der Nähe der Gralsburg sein Zauberreich, das von verführerischen Blumenmädchen bevölkert ist und dazu dient, Gralsritter in Versuchung zu führen. Um Klingsor das Handwerk zu legen, zog Amfortas, bewaffnet mit dem heiligen Speer, in dessen Burg, unterlag jedoch. Er wurde verwundet und der Speer befindet sich seither in Klingsors Macht. Dadurch kann Amfortas’ Wunde nicht verheilen.  

Die morgendlichen Abläufe werden unterbrochen, als ein toter Schwan gefunden wird. Ein Fremder hat ihn verbotenerweise erschossen, der sich in das Gebiet der Gralsburg verirrt hat. Auf die Frage nach seiner Herkunft und seinem Namen kann er nichts antworten. Aber Kundry scheint Bescheid zu wissen: Der junge Mann habe seine Mutter Herzeleide allein zurückgelassen, die aus Gram gestorben sei und er höre auf den Namen Parsifal. Gurnemanz erinnert sich, dass Amfortas eine Prophezeiung gegeben wurde. Wenn ein „durch Mitleid wissend reiner Tor“ käme und den Speer zurückerobert, dann schließe sich auch die Wunde. Ist das Parsifal?

Gurnemanz nimmt ihn mit in die Burg. Dort erlebt Parsifal die Versammlung der Gralsritter, die auf die Enthüllung des Grals durch den König warten, um sich zu stärken. Amfortas will sich weigern, da die Enthüllung des Grals ihm unfassbare Schmerzen bereitet. Doch sein altersschwacher Vater Titurel, der den Gral zum Leben braucht, sowie die Ritter zwingen ihn dazu. Nach der gemeinsamen Feier der Gemeinschaft, die Parsifal beobachtet, ist dieser vollkommen ratlos. Gurnemanz glaubt, sich in ihm getäuscht zu haben und jagt ihn davon.

Handlung

Zweiter Aufzug

In seinem Zauberreich beschwört Klingsor Kundry herauf. Sie ist eine Weltenwanderin, hatte im Laufe der Zeit schon viele Identitäten und ist, obwohl sie den Gralsrittern hilft, gleichzeitig eine Dienerin Klingsors. Nun soll sie ihm gegen Parsifal helfen, der sich seiner Burg nähert. Die Ritter Klingsors werden von Parsifal getötet – nun sollen die Blumenmädchen ihn verführen und in Bann zu legen. Es gelingt ihnen zwar nicht, doch plötzlich erscheint in ihrer Mitte Kundry. Sie vermag es, Parsifal durch die Erzählung von der Liebe seiner Eltern zu fesseln. Als sie ihn küsst, begreift Parsifal plötzlich, dass es Kundry war, die Amfortas damals verführt hatte, durch die dieser den Speer verlor. Daraufhin offenbart Kundry ihre Geschichte: Sie lebt seit vielen Jahrhunderten. Nachdem sie Jesus am Kreuz verlacht hatte, wurde sie verflucht herumzuirren. Seitdem ist sie auf der Suche nach Erlösung. Sie hofft, in der Liebe zu Parsifal erlöst zu werden. Doch dieser verspricht ihr Erlösung nur dann, wenn sie ihn zu Amfortas führe. Daraufhin verflucht Kundry ihn, nie den Weg zurück zu Amfortas zu finden. Klingsor erscheint und wirft den Speer nach Parsifal, um ihn wie damals den Gralskönig zu verwunden. Doch der Speer bleibt über Parsifals Kopf schweben. Er ergreift den Speer und macht das Kreuzzeichen gegen das Zauberreich. Klingsors Macht ist damit gebrochen. Parsifal zieht in die Welt hinaus.

Dritter Aufzug

Viele Jahre sind vergangen. Die Gralsgemeinschaft steht kurz vor dem Zerfall, Gurnemanz lebt als Einsiedler außerhalb der Gralsburg im Wald. Am Karfreitagsmorgen findet er vor seiner Hütte Kundry. Sie hat nur noch ein Wort in ihrem Leben: „Dienen.“ Dann verstummt sie. Den beiden nähert sich ein schwarz gekleideter Ritter. Als Gurnemanz ihn auffordert, im heiligen Gralsgebiet die Rüstung abzunehmen, kommt Parsifal darunter zum Vorschein. Er hat den heiligen Speer bei sich. Kundry wäscht ihm die Füße, Gurnemanz, der nun in dem Mann doch den „durch Mitleid wissend reinen Tor“ erkennt, salbt ihm das Haupt. Die Natur beginnt wieder zu blühen, der Frühling kommt. Gurnemanz erzählt, dass Titurel mittlerweile gestorben ist, da sich Amfortas beharrlich weigert, den Gral zu enthüllen. Heute soll Titurel beerdigt werden und zu diesem Anlass soll der Gral doch noch einmal der Gemeinschaft enthüllt werden. Parsifal, Gurnemanz und Kundry gehen zur Burg.

Im Saal wird Titurel feierlich aufgebahrt. Als auch jetzt noch Amfortas sich weigern will, den Gral zu enthüllen, steht die Gesellschaft kurz vor der Eskalation – da betritt Parsifal den Raum. Der heilige Speer, der nun der Gralsgemeinschaft zurückgebracht wurde, heilt die Wunde von Amfortas. Parsifal als neuer Gralskönig lässt den Gral enthüllen. Eine Taube schwebt vom Himmel herab und verharrt über Parsifals Kopf. Kundry ist von ihrem Fluch erlöst.